Im Verborgenen : Roman

Arnautovic, Ljuba, 2019
Öffentliche Bibliothek St. Wolfgang
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Medienart Buch
ISBN 978-3-7117-2059-7
Verfasser Arnautovic, Ljuba Wikipedia
Systematik DR - Romane, Erzählungen, Novellen
Verlag Picus-Verl.
Ort Wien
Jahr 2019
Umfang 191 Seiten
Altersbeschränkung keine
Auflage 3. Auflage
Sprache deutsch
Verfasserangabe Ljuba Arnautovic
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Maria Schmuckermair;
Erschütternde Familiengeschichte, die von den politischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts geprägt ist. (DR)
Im Nachwort betont die russisch-österreichische Autorin, dass der Roman auf wahren Begebenheiten beruhe. Es handelt sich um die Geschichte ihrer Familie, die schon vor 1900 ansetzt und bis in die 1960er Jahre heraufreicht. Hauptfigur ist die 1901 in Wien/Hernals geborene Genofeva Benes, Tochter eines aus Böhmen stammenden Malermeisters. Das begabte, lerneifrige Mädchen besucht die Handelsschule, als der Erste Weltkrieg ausbricht. Den Traum, nach der Matura Jus zu studieren, kann sich Genofeva erst als Großmutter erfüllen. Genofeva heiratet jung einen Bosnier und bringt ihr erstes Kind, den Sohn Slavoljub, zur Welt. Nach drei Jahren ist die Ehe am Ende und der neue Mann an Evas Seite heißt Karl, von dem sie ebenfalls einen Sohn bekommt. Karl und seine Frau engagieren sich in der Zeit des Austrofaschismus im Republikanischen Schutzbund - womit die Serie von Katastrophen ihren Lauf nimmt.
Karl flüchtet 1934 mit den Söhnen in die Tschechoslowakei, von dort werden die Buben mit einem Kindertransport zu den "kommunistischen Brüdern" nach Russland geschickt. Genofeva wird den ältesten Sohn Slavko nie mehr wiedersehen (er stirbt 1941 in einem Moskauer KGB-Gefängnis) und den jüngeren Karli erst 1954, die Russen haben auch ihn zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt. Der Ehemann flüchtet über England nach Australien, sie verliert ihn aus den Augen.
Genofeva wird in Wien mehrmals verhaftet und gefoltert. Während des Zweiten Weltkrieges versteckt die leidgeprüfte, aber enorm tapfere Frau in ihrer abgeschiedenen Wohnung von den Nazis Verfolgte. Mit einem ihrer Schützlinge, dem Juden Walter, schließt sie eine Ehe. Nach dem Krieg tut sich die Hoffnung auf ein kleines gemeinsames Glück auf.
Es sind zwei große Fragen, die sich stellen: Zu welchen Grausamkeiten sind Menschen aus ideologischem Fanatismus fähig? Und wie viel Leid vermag ein Mensch zu ertragen? - Dieses erschütternde, sachlich formulierte Buch, dem eine möglichst große Verbreitung zu wünschen ist, hilft zu begreifen!
Bemerkung Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
Exemplare
Ex.nr. Standort
519 DR, Arn

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